| BOHRLOCHGEOPHYSIKALISCHE
MESSVERFAHREN: Messung des spezifischen elektrischen Gesteinswiderstandes in fokussierter Anordnung (FEL) |
| Bei diesem Messverfahren wird der Stromfluss
einer einzelnen Bohrlochelektrode durch oberhalb und unterhalb angeordnete
Zusatzelektroden zu einer schmalen horizontalen Scheibe fokussiert. Mit dem FEL Log können feine Wechsellagerungen detailliert aufgelöst werden. Bei extremen Widerstandskontrasten können Schichten im Dezimeterbereich noch angezeigt werden. Nachteilig ist, dass Widerstände im Bereich über 1000 Ohmmeter nicht mehr quantitativ erfasst werden können. Das FEL Log verliert an Schichtauflösungsvermögen bei größeren Bohrlochdurchmessern und bei Vorhandensein von Spülungsinfiltration. Zweck der Messung ist die Auflösung feiner Schichtungen und Wechsellagerungen, Bestimmung des wahren Gebirgswiderstandes im Falle Rt/Rm>1. Ebenfalls eingesetzt werden kann das Verfahren in einer spezifizierten Variante (BFEL) zur Kontrolle des Ausbaus von Pegelrohren mit Plastausbaumaterial (HDPE, NORIP, PVC) zur Feststellung von Undichtheiten an den Schraubverbindungen und Defekten in den Rohrwänden sowie zur Kontrolle der Durchlässigkeit der Filterstrecken. |